Helps-Projekt
Mittwoch, 12. Mai, 20.00 Uhr
19.30 Uhr Konzert und Einführung mit Habakuk Traber und
Joseph-Joachim-Konzertsaal
Universität der Künste Berlin,
Bundesallee 1-12
Eintritt frei
ROBERT HELPS
Fantasy für Violine und Klavier
Trio Nr. I für Klavier, Violine und Violoncello
Trio Nr. II für Klavier, Violine und Violoncello
FRANZ SCHUBERT
Klaviertrio in B-Dur op. 99
ATOS Trio
Annette von Hehn, Violine
Stefan Heinemeyer, Violoncello
Thomas Hoppe, Klavier
Sonntag, 20. Juni, 20.00 Uhr
19.15 Uhr Einführung mit Habakuk Traber
20.00 Uhr Konzert: Philharmonie / Kammermusiksaal
ROBERT HELPS
Postlude für Klavier, Violine und Horn
Second Thoughts für Flöte
Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello
Duo für Violoncello und Klavier
Quintett für Klavier, Violine, Violoncello, Flöte und Klarinette
JOHN IRELAND
Sextett für Klarinette, Horn und Streichquartett
Naomi Niskala, Klavier
Annette von Hehn, Violine
Elisabeth Glass, Violine
Ronald Carbone, Viola
Frank Dodge, Violoncello
Marieke Schneemann, Flöte
Lars Wouters van den Oudenweijer, Klarinette
Bernhard Krug, Horn
Ticket-Hotline: 030 / 308 785 685,
an den Theaterkassen,
Vorverkaufskasse der Philharmonie
Robert Helps (1928 – 2001)
Neben den durchschnittlich sechs Berliner Konzerten jeder Saison seit 1988 finden in regelmäßigen Abständen zusätzliche Veranstaltungen von Spectrum Concerts Berlin statt. 1990 und 2000 gestaltete Spectrum Concerts Berlin eine „American Music Week“ mit Konzerten, Workshops, Ausstellungen und Diskussionen zum kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den USA. 1991 und 1993 organisierte Spectrum Concerts Berlin Tourneen für Studenten der Hochschule der Künste Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler. In diesem Rahmen wurden Amerikanische Musikhochschulen wie die Juilliard School, das New England Conservatory of Music, die Duke University, die University of South Florida in Tampa und die Ringling School of Art and Design besucht, um mit amerikanischen Komponisten zu arbeiten, Radioaufnahmen einzuspielen und öffentliche Konzerte zu geben.
Der Komponist und Pianist Robert Helps, in Passaic, New Jersey geboren, steht auf besondere Weise für die Kulturverbindung USA – Europa. Er wurzelt in einem erstarkten amerikanischen Selbstbewusstsein, das sich der Hochkultur Europas nicht länger unterlegen fühlt, sondern mit Komponisten wie Charles Ives, George Gershwin, John Cage, Conlon Nancarrow, Harry Partch und den Minimalisten Eigenständiges und Vorbildhaftes in das internationale Musikleben einbrachte. Zugleich hielt er engen Kontakt zu den europäischen Migranten der Dreißigerjahre und studierte (wie Astor Piazzolla und Aaron Copland) bei Nadia Boulanger in Paris. Die verschiedenen Einflüsse verschmolz er zu einem unverkennbaren Personalstil. In seiner Ästhetik ist er gleichsam ein natürlicher Verbündeter von Spectrum Concerts Berlin, die sich seit ihrer Gründung eben diesen transatlantischen Brückenschlag als ständige und immer wieder neu zu akzentuierende Aufgabe gesetzt haben.
Werke von Robert Helps waren daher immer wieder und mit starker Resonanz Teil der Programmen von Spectrum Concerts Berlin. Wir halten die Zeit für gekommen, nunmehr Helps und seine Musik zum Thema einer konzentrierten Darstellung und Auseinandersetzung zu machen. Davon werden gewiss auch Impulse auf die jüngere Komponistengeneration in Berlin ausgehen, die in ihrer Zusammensetzung international ist.
In diesem Projekt führen wir zwei Arbeitsstränge von Spectrum Concerts Berlin zusammen: Die Musik von Robert Helps und die Reihe von Konzerten sowie CD-Produktionen, die bedeutenden amerikanischen Komponisten gewidmet sind und dabei auch Emigranten aus Deutschland und Österreich(-Ungarn) wie Ernst Toch, Erich Wolfgang Korngold, Ernst von Dohnanyi u.a. dem Vergessen entreißen. Die zwei Konzerte werden mit Werken von zwei Komponisten umrahmt, die Helps besonders schätzte, Ireland und Schubert.
Das gesamte kammermusikalische Werk mit Klavier von Robert Helps wird zwischen 21. - 26. Juni 2010 in der Lankwitzer Siemens-Villa in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandradio für das Label Naxos American Classics Series aufgenommen. Die CD erscheint im Frühling 2011 auf dem internationalen Markt.
"Robert Helps is not only the pianist’s pianist and the composer’s composer, but he is the composer’s pianist and the pianist’s composer, for, since his teen-age performance of music that was deemed unperformable he has played incomparably compositions which other pianists could not or would not perform. The singular pianistic mastery which he brought to these performances moulds his own writing for piano, from which pianists have discovered resources of nuance, rhythmic subtlety, dynamic control and sound which endow their own playing with a new sensitivity and sensibility. His chamber and orchestral compositions are not pianistic transcriptions but the fresh realization of the same awareness in these non-pianistic media. He long has been a legend in his time, and he deserves it." - MILTON BABBIT (1996)









